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Die Verstoßene
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Die Verstoßene

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Kundenrezensionen

  • 01.06.2020
    Wunderschöne und spannende Liebesgeschichte in den Wirren des 1. Weltkrieg. In dem Roman „Die Verstoßene“ von Michael Meinert geht es um die junge Frau Lydia in der Zeit vor und während des ersten Weltkrieges. In dieser Zeit, die von Standesdenken und gesellschaftlichen Regel bestimmt wird, begegnet der Leser/die Leserin einer jungen Lehrerin. Lydia versucht verzweifelt eine Stelle als Hauslehrerin zu bekommen, um aus dem Internat, in dem Sie unterrichtet und wo sie von der Direktorin auf Schritt und Tritt überwacht wird, zu entkommen. Da ist nur ein dunkler Fleck in ihrer Vergangenheit, denn sie hatte unverheiratet eine Fehlgeburt, was ihr und ihrer Familie den gesellschaftlichen Status kostete. Sie schafft es trotzdem eine Stelle als Hauslehrerin beim Grafen Wedell zu bekommen, aber sie traut sich nicht, ihn über ihr dunkles Geheimnis aufzuklären, zumal sie Gefühle für ihn entwickelt. Als der Graf durch die Direktorin erfährt, welche Vergangenheit Lydia hat, kündigt er ihr zum Jahresende 1914 und lässt sich auch nicht umstimmen. Wenig später beginnt der erste Weltkrieg und der Graf kommt an die Westfront nach Frankreich. Der Leser/die Leserin erlebt die Sinnlosigkeit und Menschenverachtung des Krieges. Die Schwester des Grafen und eine alte Schulfreundin von Lydia, die wegen des Krieges aus Ostafrika zurückgekehrt ist, beschließen nach Frankreich zu fahren und von Wedell zur Rede zu stellen. Nicht trotz, sondern wegen der Unkenntnis was sie erwartet, schaffen sie es als Frontschwestern angenommen zu werden. Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte erzählt, wie der Glaube und die Liebe helfen kann, alle Hindernisse, die sich einem in den Weg stellen, zu überwinden. Ich habe beim Lesen oft innegehalten und mich über die Ungerechtigkeiten, die Lydia widerfahren sind, den Kopf geschüttelt und gebangt, dass doch alles gut ausgehen möge, zumal sich kein Ausweg abzuzeichnen schien. Letztendlich siegen Liebe und Glaube über alle Schwierigkeiten und ich konnte das Buch zufrieden und erfüllt schließen und mich auf ein weiteres Buch des Autors freuen. Mich hat dieser Roman begeistert und ich empfehle ihn sehr gerne weiter. junge Frau Lydia in der Zeit vor und während des ersten Weltkrieges. In dieser Zeit, die von Standesdenken und gesellschaftlichen Regel bestimmt wird, begegnet der Leser/die Leserin einer jungen Lehrerin. Lydia versucht verzweifelt eine Stelle als Hauslehrerin zu bekommen, um aus dem Internat, in dem Sie unterrichtet und wo sie von der Direktorin auf Schritt und Tritt überwacht wird, zu entkommen. Da ist nur ein dunkler Fleck in ihrer Vergangenheit, denn sie hatte unverheiratet eine Fehlgeburt, was ihr und ihrer Familie den gesellschaftlichen Status kostete. Sie schafft es trotzdem eine Stelle als Hauslehrerin beim Grafen Wedell zu bekommen, aber sie traut sich nicht, ihn über ihr dunkles Geheimnis aufzuklären, zumal sie Gefühle für ihn entwickelt. Als der Graf durch die Direktorin erfährt, welche Vergangenheit Lydia hat, kündigt er ihr zum Jahresende 1914 und lässt sich auch nicht umstimmen. Wenig später beginnt der erste Weltkrieg und der Graf kommt an die Westfront nach Frankreich. Der Leser/die Leserin erlebt die Sinnlosigkeit und Menschenverachtung des Krieges. Die Schwester des Grafen und eine alte Schulfreundin von Lydia, die wegen des Krieges aus Ostafrika zurückgekehrt ist, beschließen nach Frankreich zu fahren und von Wedell zur Rede zu stellen. Nicht trotz, sondern wegen der Unkenntnis was sie erwartet, schaffen sie es als Frontschwestern angenommen zu werden. Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte erzählt, wie der Glaube und die Liebe helfen kann, alle Hindernisse, die sich einem in den Weg stellen, zu überwinden. Ich habe beim Lesen oft innegehalten und mich über die Ungerechtigkeiten, die Lydia widerfahren sind, den Kopf geschüttelt und gebangt, dass doch alles gut ausgehen möge, zumal sich kein Ausweg abzuzeichnen schien. Letztendlich siegen Liebe und Glaube über alle Schwierigkeiten und ich konnte das Buch zufrieden und erfüllt schließen und mich auf ein weiteres Buch des Autors freuen. Mich hat dieser Roman begeistert und ich empfehle ihn sehr gerne weiter.
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  • 17.04.2020
    Wieder einmal hat mich Autor Michael Meinert mit seiner Hochwaldsaga fesseln können. Er kann einfach gute Geschichten erzählen. Die Verstoßene ist Band 5, da aber in jedem Band wechslende Protagonisten (verschiedene Personenen/Generationen einer Familie) die Hauptrolle spielen, kann jeder Band einzeln gelesen werden. Es ist das Jahr 1914. Baronesse Lydia von Gedigk bekommt durch Vermittlung ihrer einstigen Schulfreundin eine Erzieherinnenstelle. Doch ihrem Arbeitgeber Graf Wedell hat sie bisher noch nicht ihren dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit beichten können. Viele Momente verstreichen, irgendetwas kam immer dazwischen. Als sich wieder eine Gelegenheit bietet reinen Tisch zu machen, ist es zu spät....dem Graf wurde ein Brief übermittelt, der sie bloßstellt. Fast gelichzeitig bricht der Krieg aus und der Graf wird eingezogen. Lydia hat eine Gnadenfrist gewährt bekommen, soll aber am Jahresende das Gut verlassen. Lydia und auch die Grafenmutter versuchen Briefe zu schreiben um den Graf von seiner Meinung abzubringen, als er aber nicht reagiert, wagt Lydia im Januar 1915 die gefährliche Reise an die Westfront. Wieder einmal ein christlicher Roman, der mich sehr fesseln konnte. Diesmal etwas weniger mit der Figur der Lydia, deren Verhalten ich nicht immer nachvollziehen konnte, (auch wenn sie mir nicht unsymphatisch war). Wirklich gut punkten konnte der Roman mit den geschichtlichen Aspekten. Die Grabengefechte an der Westfront, die masiven Verluste, de Hölle, durch die die Männer an der Front und in den Lazaretten gehen mussten, man kann es regelrecht fühlen beim Lesen . Am Buchanfang sind Karten beigefüg, die die Situation der Grenzverläufe zur besseren Veranschaulichung verdeutlichen. Ein Hauptanliegen im Roman ist \\\"Vergebung\\\" bzw. Verzeihen. Muß man für ein Vergehen sein Leben lang büßen? Einmal sündig, immer sündig ? Graf Wedell ist in der Vergangenheit hintergangen worden, daher kann und vor allem will er nicht mehr glauben, dass Menschen sich ändern können. Seine Gewissenskonflikte werden gut beschrieben. Ein großer Pluspunkt im Roman sind auch die tiefsinnigen und anregenden Gespräche von Wedell mit einer französichen Krankenschwester, als sich der Graf in französicher Gefangenschaft befindet. Diesmal 4,5 Sterne von mir! Der Roman blieb die ganze Zeit über hochspannend und interessant und überaus fesselnd. Ich kann die Reihe nur jedem empfehlen, der wie ich den Mix aus Spannung, Romantik und christlichem Glaube mag. Band 5, da aber in jedem Band wechslende Protagonisten (verschiedene Personenen/Generationen einer Familie) die Hauptrolle spielen, kann jeder Band einzeln gelesen werden. Es ist das Jahr 1914. Baronesse Lydia von Gedigk bekommt durch Vermittlung ihrer einstigen Schulfreundin eine Erzieherinnenstelle. Doch ihrem Arbeitgeber Graf Wedell hat sie bisher noch nicht ihren dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit beichten können. Viele Momente verstreichen, irgendetwas kam immer dazwischen. Als sich wieder eine Gelegenheit bietet reinen Tisch zu machen, ist es zu spät....dem Graf wurde ein Brief übermittelt, der sie bloßstellt. Fast gelichzeitig bricht der Krieg aus und der Graf wird eingezogen. Lydia hat eine Gnadenfrist gewährt bekommen, soll aber am Jahresende das Gut verlassen. Lydia und auch die Grafenmutter versuchen Briefe zu schreiben um den Graf von seiner Meinung abzubringen, als er aber nicht reagiert, wagt Lydia im Januar 1915 die gefährliche Reise an die Westfront. Wieder einmal ein christlicher Roman, der mich sehr fesseln konnte. Diesmal etwas weniger mit der Figur der Lydia, deren Verhalten ich nicht immer nachvollziehen konnte, (auch wenn sie mir nicht unsymphatisch war). Wirklich gut punkten konnte der Roman mit den geschichtlichen Aspekten. Die Grabengefechte an der Westfront, die masiven Verluste, de Hölle, durch die die Männer an der Front und in den Lazaretten gehen mussten, man kann es regelrecht fühlen beim Lesen . Am Buchanfang sind Karten beigefüg, die die Situation der Grenzverläufe zur besseren Veranschaulichung verdeutlichen. Ein Hauptanliegen im Roman ist \\\"Vergebung\\\" bzw. Verzeihen. Muß man für ein Vergehen sein Leben lang büßen? Einmal sündig, immer sündig ? Graf Wedell ist in der Vergangenheit hintergangen worden, daher kann und vor allem will er nicht mehr glauben, dass Menschen sich ändern können. Seine Gewissenskonflikte werden gut beschrieben. Ein großer Pluspunkt im Roman sind auch die tiefsinnigen und anregenden Gespräche von Wedell mit einer französichen Krankenschwester, als sich der Graf in französicher Gefangenschaft befindet. Diesmal 4,5 Sterne von mir! Der Roman blieb die ganze Zeit über hochspannend und interessant und überaus fesselnd. Ich kann die Reihe nur jedem empfehlen, der wie ich den Mix aus Spannung, Romantik und christlichem Glaube mag.
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  • 13.04.2020
    „...Ja, er meint, Lügen haben kurze Beine. Aber das verstehe ich nicht. Lügen können doch gar nicht laufen...“ Wir befinden uns im Juli des Jahres 1914. Baronesse Lydia von Gedigk unterrichtet in einem Pensionat. Da bekommt sie die Stelle als Erzieherin für die Nichte des Grafen Claus Ferdinand Grüning von Wedell angeboten. Schnell wird klar, dass die Leiterin des Pensionats sie loswerden will. Der Grund liegt in Lydias Vergangenheit. Sie hat einen Fehler gemacht und das wirft ein schlechtes Licht auf das Pensionat. Allerdings verhindert die Leiterin gekonnt, dass Lydia mit den Graf über eben diesen Fehler spricht. Der Autor hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Es ist der fünfte Teil der Hochwald – Saga. Wie seine Vorgänger zeichnet sich das Buch dadurch aus, dass es christliche Aspekte in den Mittelpunkt stellt. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Mal darf ich das Geschehen aus Lydias Sicht, mal aus der des Grafen verfolgen. Viola, die Nichte des Grafen, ist die Tochter von Franziska. Sie und Lydia kennen sich, haben sich aber seit Jahren aus den Augen verloren, da Franziska nun in Afrika lebt. Viola ist eine aufgeschlossenes Kind, was sagt, was sie denkt. Das Eingangszitat stammt von ihr. Lydia hadert mit den Folgen ihrer Vergangenheit. Sie hat ihre Schuld bekannt und weiß sie vergeben – von Gott, aber nicht von den Menschen. Bevor sie mit dem Grafen darüber sprechen kann, wird der Graf von Erika von Steinbach, der Pensionsleiterin, informiert. Das hat Lydias Entlassung zum Jahresende zur Folge. Der Graf reagiert knallhart und sehr selbstherrlich. Bis zu dieser Stelle war mir Lydia sympathisch. Was geht andere ihre Vergangenheit an? Und wer hat das Recht, ihr Dinge vorzuwerfen, die vor Gott vergeben waren? Dann aber kommt der Krieg und jetzt reagiert Lydia irrational. Dass sie völlig unerfahren als Schwester an die Front geht, ist noch nachvollziehbar. Dass sie aber Franzi, die aus Afrika zurück ist, überredet, mitzukommen, obwohl die zweifache Mutter ist, finde ich unüberlegt. Gut, dass Franzi ihren trockenen Humor nicht verliert: „...Es ist noch nie gut ausgegangen, wenn ich als blinder Passagier gereist bin...“ Die Szenen des Kriegsgeschehens werden sehr realistisch wiedergegeben. Graf Wedell bleibt sich anfangs treu, muss aber feststellen, dass moralische Werte an der Front schnell den Berg hinuntergehen. Auch er muss begreifen, dass Befehl Befehl ist. Eines kommt mir zu kurz, obwohl es an mehreren Stellen eine Rolle spielt. Wenn die personellen Ressourcen begrenzt sind und die Zeit nicht für alle reicht, wem wird dann geholfen und wem nicht? Hier hatte ich oftmals den Eindruck, dass die persönliche Einstellung und der Egoismus entscheidend sind. Die beeindruckendste Protagonistin ist für mich die französische Krankenschwester Denise. Sie lebt ihren Glauben ohne Wenn und Aber. Sie macht keine Unterschiede im Lazarett zwischen Freund und Feind. Und sie zeigt Graf Wedell, was Vergebungsbereitschaft heißt. Wenn es ein muss, spricht sie auch Klartext: „...Vielleicht haben Sie das Leben eines Menschen durch ihr Misstrauen und ihre Unversöhnlichkeit verletzt. […] Vielleicht haben Sie das Leben dieses Menschen zerstört, vielleicht krankt er daran – und Sie könnten es mit einem Satz heilen. Stattdessen bemitleiden Sie sich selbst...“ Sehr informativ fand ich das Gespräch zu Weihnachten zwischen Graf Wedell und einem französischen Offizier, wo es einerseits um den Glauben ging, andererseits über den Sinn des Krieges debattiert wurde. Was beide sehr ernsthaft diskutieren, klingt bei Viola so: „...Warum muss es denn diesen dummen Krieg geben? Ich will, dass Onkel Claudinand zurückkommt...“ Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie wichtig Vergebung für beide Seiten ist, dem, der vergibt, und dem, dem vergeben wird. 1914. Baronesse Lydia von Gedigk unterrichtet in einem Pensionat. Da bekommt sie die Stelle als Erzieherin für die Nichte des Grafen Claus Ferdinand Grüning von Wedell angeboten. Schnell wird klar, dass die Leiterin des Pensionats sie loswerden will. Der Grund liegt in Lydias Vergangenheit. Sie hat einen Fehler gemacht und das wirft ein schlechtes Licht auf das Pensionat. Allerdings verhindert die Leiterin gekonnt, dass Lydia mit den Graf über eben diesen Fehler spricht. Der Autor hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Es ist der fünfte Teil der Hochwald – Saga. Wie seine Vorgänger zeichnet sich das Buch dadurch aus, dass es christliche Aspekte in den Mittelpunkt stellt. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Mal darf ich das Geschehen aus Lydias Sicht, mal aus der des Grafen verfolgen. Viola, die Nichte des Grafen, ist die Tochter von Franziska. Sie und Lydia kennen sich, haben sich aber seit Jahren aus den Augen verloren, da Franziska nun in Afrika lebt. Viola ist eine aufgeschlossenes Kind, was sagt, was sie denkt. Das Eingangszitat stammt von ihr. Lydia hadert mit den Folgen ihrer Vergangenheit. Sie hat ihre Schuld bekannt und weiß sie vergeben – von Gott, aber nicht von den Menschen. Bevor sie mit dem Grafen darüber sprechen kann, wird der Graf von Erika von Steinbach, der Pensionsleiterin, informiert. Das hat Lydias Entlassung zum Jahresende zur Folge. Der Graf reagiert knallhart und sehr selbstherrlich. Bis zu dieser Stelle war mir Lydia sympathisch. Was geht andere ihre Vergangenheit an? Und wer hat das Recht, ihr Dinge vorzuwerfen, die vor Gott vergeben waren? Dann aber kommt der Krieg und jetzt reagiert Lydia irrational. Dass sie völlig unerfahren als Schwester an die Front geht, ist noch nachvollziehbar. Dass sie aber Franzi, die aus Afrika zurück ist, überredet, mitzukommen, obwohl die zweifache Mutter ist, finde ich unüberlegt. Gut, dass Franzi ihren trockenen Humor nicht verliert: „...Es ist noch nie gut ausgegangen, wenn ich als blinder Passagier gereist bin...“ Die Szenen des Kriegsgeschehens werden sehr realistisch wiedergegeben. Graf Wedell bleibt sich anfangs treu, muss aber feststellen, dass moralische Werte an der Front schnell den Berg hinuntergehen. Auch er muss begreifen, dass Befehl Befehl ist. Eines kommt mir zu kurz, obwohl es an mehreren Stellen eine Rolle spielt. Wenn die personellen Ressourcen begrenzt sind und die Zeit nicht für alle reicht, wem wird dann geholfen und wem nicht? Hier hatte ich oftmals den Eindruck, dass die persönliche Einstellung und der Egoismus entscheidend sind. Die beeindruckendste Protagonistin ist für mich die französische Krankenschwester Denise. Sie lebt ihren Glauben ohne Wenn und Aber. Sie macht keine Unterschiede im Lazarett zwischen Freund und Feind. Und sie zeigt Graf Wedell, was Vergebungsbereitschaft heißt. Wenn es ein muss, spricht sie auch Klartext: „...Vielleicht haben Sie das Leben eines Menschen durch ihr Misstrauen und ihre Unversöhnlichkeit verletzt. […] Vielleicht haben Sie das Leben dieses Menschen zerstört, vielleicht krankt er daran – und Sie könnten es mit einem Satz heilen. Stattdessen bemitleiden Sie sich selbst...“ Sehr informativ fand ich das Gespräch zu Weihnachten zwischen Graf Wedell und einem französischen Offizier, wo es einerseits um den Glauben ging, andererseits über den Sinn des Krieges debattiert wurde. Was beide sehr ernsthaft diskutieren, klingt bei Viola so: „...Warum muss es denn diesen dummen Krieg geben? Ich will, dass Onkel Claudinand zurückkommt...“ Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie wichtig Vergebung für beide Seiten ist, dem, der vergibt, und dem, dem vergeben wird.
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  • 07.04.2020
    Vergebung im Krieg? Meine Meinung: Nach den ersten paar Seiten war ich enttäuscht: nämlich enttäuscht, dass ich jetzt erst in diese Saga eingestiegen bin! Es war genau mein Erzählstil, genau meine Zeit, ein gutes Kennenlernen der Hauptprotagonisten und ich mochte Lydia, eine der Hauptprotagonisten. Mit ihr geht es ins Forstschloss, wo sie Gouvernante eines entzückenden, vorlauten Mädchens wird. Der Ort und die Umgebung werden prächtig beschrieben, dass ich mich gleich heimelig fühlte. Da kam dann auch gleich meine Lieblingsfigur in Form der Großmutter Rahel ins Spiel, weil sie ein spüriger, weiser, liebevoll gläubiger, offener Mensch ist. Sofort würde ich mich zu ihr ins Forsthaus auf ein Pläuschchen setzen. Dass der alleinstehende Graf in dieser Geschichte eine entscheidende Rolle spielt, ist vorsehbar, doch dann muss er in den Krieg ziehen… Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der Sicht von Lydia und aus der Sicht des Grafen Claudinand. Der Glauben prägt beide, er gibt vor allem dem Grafen Halt, als er in den ersten Weltkrieg an die Front muss. Genau hier entstand auch etwas mein Missfallen mit Lydia, weil ich ihre Handlungsweise teilweise nicht nachvollziehen konnte bzw. sie meiner Meinung nach als gute Christin andere nicht in ihre Angelegenheiten mithineinziehen sollte (ich möchte dazu nicht zu viel erzählen wegen spoilern). Genauso war ich irgendwann kurzweilig vom unbeugsamen Grafen genervt - gepaart mit etwas unrealistischen Handlungen. Doch insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und konnte die Wichtigkeit der Vergebung zwischen den Zeilen erspüren... Fazit: ein Roman mit guten Strukturen, wo der Glaube eine wichtige Rolle spielt, wobei ich manchmal ungläubig emotional den Kopf schütteln musste. Nachdem mich aber insgesamt die Erzählung berührt hat, obgleich der angeführten Kritik möchte ich 4 verzeihliche Sterne geben. eingestiegen bin! Es war genau mein Erzählstil, genau meine Zeit, ein gutes Kennenlernen der Hauptprotagonisten und ich mochte Lydia, eine der Hauptprotagonisten. Mit ihr geht es ins Forstschloss, wo sie Gouvernante eines entzückenden, vorlauten Mädchens wird. Der Ort und die Umgebung werden prächtig beschrieben, dass ich mich gleich heimelig fühlte. Da kam dann auch gleich meine Lieblingsfigur in Form der Großmutter Rahel ins Spiel, weil sie ein spüriger, weiser, liebevoll gläubiger, offener Mensch ist. Sofort würde ich mich zu ihr ins Forsthaus auf ein Pläuschchen setzen. Dass der alleinstehende Graf in dieser Geschichte eine entscheidende Rolle spielt, ist vorsehbar, doch dann muss er in den Krieg ziehen… Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der Sicht von Lydia und aus der Sicht des Grafen Claudinand. Der Glauben prägt beide, er gibt vor allem dem Grafen Halt, als er in den ersten Weltkrieg an die Front muss. Genau hier entstand auch etwas mein Missfallen mit Lydia, weil ich ihre Handlungsweise teilweise nicht nachvollziehen konnte bzw. sie meiner Meinung nach als gute Christin andere nicht in ihre Angelegenheiten mithineinziehen sollte (ich möchte dazu nicht zu viel erzählen wegen spoilern). Genauso war ich irgendwann kurzweilig vom unbeugsamen Grafen genervt - gepaart mit etwas unrealistischen Handlungen. Doch insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten und konnte die Wichtigkeit der Vergebung zwischen den Zeilen erspüren... Fazit: ein Roman mit guten Strukturen, wo der Glaube eine wichtige Rolle spielt, wobei ich manchmal ungläubig emotional den Kopf schütteln musste. Nachdem mich aber insgesamt die Erzählung berührt hat, obgleich der angeführten Kritik möchte ich 4 verzeihliche Sterne geben.
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  • 05.01.2020
    Hoffentlich doch nicht der letzte Band der Serie Wenn ich denke, daß dies der letzte Band der Hochwald-Saga sein soll, stehen mir fast die Tränen in den Augen. Diese Serie hat sich vom ersten bis zum letzten Band so augenfällig gesteigert - von \"sehr gut\" bis \"nicht mehr zu toppen\" - , daß mir fast die Worte fehlen, um das zu beschreiben. Und bei mir will das was heißen! ;-) Die Geschehnisse werden im Covertext ja schon beschrieben: Lydia (die wir von vorher noch nicht kennen) wird nach einem Vorfall, der erst sehr spät beschrieben wird und ihren Ruf ruiniert, im Forstschloß als Gouvernante angestellt - ohne daß die Umstände dort bekannt sind. Sie findet keine Gelegenheit, den Makel aus der Welt zu schaffen, und dadurch nimmt das Unheil seinen Lauf. Mit ihrer Freundin Franzi (die wir alten Hasen schon kennen) gerät sie mitten in das Kriegsgeschehen an der Westfront des 1. Weltkrieges. Obwohl ich - eigentlich - weder historische Romane noch Kriegsgeschichten mag, war ich so gefesselt, daß ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Wie auch die vier Bände vorher. Nur diesmal habe ich fast in einem Rutsch durchgelesen. Immer, wenn ich dachte, jetzt mache ich eine Pause, war das nur eine Minute später Makulatur: Ein Buch für ein freies Wochenende; in zwei Tagen war ich durch. Und es scheint, daß ich es gleich nochmal lesen muß, damit ich den Stil goutieren kann. Dafür hatte ich beim ersten Lesen keine Zeit. Ganz große Klasse! Ein Buch, das alles bietet, was man sich nur wünschen kann: Spannung ohne Ende, gute Sprache, eine ausgewogene Handlung und der rechte Geist hinter allem. Heiße Leseempfehlung für alle und zwei Extra-Sternchen, die es eigentlich nicht gibt. Aber vielleicht gibt es doch noch einen sechsten Band? in den Augen. Diese Serie hat sich vom ersten bis zum letzten Band so augenfällig gesteigert - von \"sehr gut\" bis \"nicht mehr zu toppen\" - , daß mir fast die Worte fehlen, um das zu beschreiben. Und bei mir will das was heißen! ;-) Die Geschehnisse werden im Covertext ja schon beschrieben: Lydia (die wir von vorher noch nicht kennen) wird nach einem Vorfall, der erst sehr spät beschrieben wird und ihren Ruf ruiniert, im Forstschloß als Gouvernante angestellt - ohne daß die Umstände dort bekannt sind. Sie findet keine Gelegenheit, den Makel aus der Welt zu schaffen, und dadurch nimmt das Unheil seinen Lauf. Mit ihrer Freundin Franzi (die wir alten Hasen schon kennen) gerät sie mitten in das Kriegsgeschehen an der Westfront des 1. Weltkrieges. Obwohl ich - eigentlich - weder historische Romane noch Kriegsgeschichten mag, war ich so gefesselt, daß ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Wie auch die vier Bände vorher. Nur diesmal habe ich fast in einem Rutsch durchgelesen. Immer, wenn ich dachte, jetzt mache ich eine Pause, war das nur eine Minute später Makulatur: Ein Buch für ein freies Wochenende; in zwei Tagen war ich durch. Und es scheint, daß ich es gleich nochmal lesen muß, damit ich den Stil goutieren kann. Dafür hatte ich beim ersten Lesen keine Zeit. Ganz große Klasse! Ein Buch, das alles bietet, was man sich nur wünschen kann: Spannung ohne Ende, gute Sprache, eine ausgewogene Handlung und der rechte Geist hinter allem. Heiße Leseempfehlung für alle und zwei Extra-Sternchen, die es eigentlich nicht gibt. Aber vielleicht gibt es doch noch einen sechsten Band?
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